Zwetschge

Prunus domestica

Handelsnamen

Zwetschge

Ähnlich

Aromatische Zeder

Ursprungsland

Kleinasien

Vorkommen

Von Kleinasien nach Mitteleuropa gekommen. In Ländern südlich der Donau wächst der Baum teilweise noch in geschlossenen Wäldern. In Mitteleuropa kommen im Prinzip nur Obstzwetschgen für die Furnierherstellung in Frage. Die Bäume sind selten über zwei Meter nutzbar, deshalb keine große wirtschaftliche Bedeutung in der Furnierindustrie.

Verwendung

Wird gemessert oder geschält (Durchmesser), ansonsten Drechslerei, Schnitzerei, Intarsien und kleinere Gebrauchsgegenstände. Im Furnierbereich nur im hochwertigen Innenausbau aufgrund der Seltenheit. Auch für Restaurierungszwecke im Antiquitätenbereich verwendet.

Eigenschaften

Das Kernholz ist rot- bis violettbraun, teilweise mit dunkleren Adern durchzogen, wirkt dadurch dekorativ. Der Baum wird nur sehr selten über 30 Jahre alt. Das Holz ist dicht, hart, schwer und nicht witterungsfest.

Mechanisch

Die Bearbeitung von Zwetschgenholz ist nicht einfach. Aufgrund des starken Drehwuchses ist die Gefahr des Ausbrechens von Kanten sehr groß. Sauber gehobelte Flächen ergeben allerdings einen schönen Glanz.

Trocknung

Die Trocknung muss sehr langsam und sorgfältig ausgeführt werden, um dem starken Neigen zum Reißen und Verwerfen entgegen zu wirken. Eine entsprechende Lufttrocknung ist einer künstlichen Trocknung vorzuziehen.

Oberfläche

Seiner schönen Farbstruktur wegen sind mattglänzende oder polierte Flächen zu empfehlen, die sich ohne Schwierigkeiten ausführen lassen.

Verleimung

Schraub- und Nagelverbindungen halten fest, sollten jedoch vorgebohrt sein. Verbindungen durch Leim haben eine hohe Festigkeit.
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